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Donnerstag, 7. Juli 2016

Warum Ubuntu

Heute möchte ich mal für Windows Umsteiger die Vorteile von Ubuntu aufzeigen...  Sicher gibt es noch den ein oder anderen Interessierten, der gerne mal wissen möchte, was ihn erwartet.

Das Grundsystem
Das Grundsystem von Ubuntu ist wesentlich flexibler als das von Windows.
Man hat die Wahl zwischen 32 und 64 Bit, kann einen individuellen Betriebssystemkern installieren und das Dateisystem frei wählen.
Das hört sich jetzt erstmal kompliziert an. Aber die Arbeit wird von der Distribution während der Installation gemacht.
Man hat aber jederzeit die Möglichkeit hier einzugreifen oder das System nach eigenen Wünschen anzupassen. Im Gegensatz zu Windows, versteckt Ubuntu nichts vor einem.
 Alle (Einstellungs-) Daten liegen als Textdatei für jeden einsehbar vor.

Die Oberfläche
Im Gegensatz zu Windows kann man bei Ubuntu die Oberfläche aussuchen.
Der Standarddesktop ist Unity und auf einfache Bedienung ausgelegt.
Aber man kann ohne Probleme andere, wie KDE oder XFC, installieren und bei der Anmeldung sich aussuchen, womit man arbeiten möchte.
 Jeder Desktop hat Vor- und Nachteile und für jeden ist etwas passendes dabei.

Software
Im Gegensatz zu Windows wird bei Ubuntu die Software über eine zentrale Paketverwaltung ähnlich dem Playstore von Google installiert.
Hier befinden sich tausende von Programmen für jeden erdenklichen Zweck. Wenn es aber doch mal die Windows Software sein muss, gibt es eine Windows Emulation namens Wine.
Hier laufen viele Programme und Spiele auch unter Ubuntu.

Der Preis
Im Gegensatz zu Windows kostet Ubuntu nichts. Weder das System, noch die Programme müssen bezahlt werden.
Jeder kann die Software installieren, weitergeben und kopieren ohne Beschränkungen. Unter http://www.ubuntu.com/desktop kann man ein CD-Image herunterladen.

Treiber und Hardwaresupport
Um es vorweg zu nehmen: Seit Ubuntu 14.04 gibt es normalerweise mit UEFI keine Probleme mehr.
Ansonsten kann man auch eine LiveCD oder USB Stick mit ins Geschäft nehmen und es ausprobieren. Alle Treiber sind in der Regel bereits auf der CD enthalten und man braucht nichts nach zu installieren.
Aktuelle und ältere Hardware läuft meist "Out of the Box" und falls nicht, gibt es sehr hilfreiche Seiten im Internet, wie z.b. www.ubuntuusers.de.

Freitag, 1. Juli 2016

Schnelles suchen in der Shell

Manchmal muss man nur schnell eine Datei finden, oder Textdateien nach Inhalt durchsuchen. Gerade im Bereich Programmieren benötigt man oft die Suche in Dateien nach Textabschnitten.

Unter Ubuntu (und Linux) gibt es hier die beiden Programme "find" und "grep". Während "find" sich auf die  Suche nach Dateinamen macht und alle Unterverzeichnisse mit durchsucht, ist "grep" für den Inhalt von Dateien zuständig. Mittels "grep" kann man alle Textdateien einer Verzeichnisstruktur nach dem Vorkommen eines Wortes durchsuchen lassen.

Beispiel um einen Dateinamen zu suchen:

find -name suchmich.txt

Durchsucht alles ab dem aktuellen Ordner nach der Datei "suchmich.txt". Die Fundstellen werden mit Pfad aufgelistet.

Wenn wir ein Textfragment in Dateien suchen wollen. benutzen wir grep. Diesem übergeben wir den Suchbegriff.

grep -R "suchtest"

Mit diesem Befehl werden alle Dateien im Unterverzeichnis nach dem Vorkommen des Suchbegriffes durchsucht. Wenn man das Parameter "-n" noch benutzt bekommt man die Zeilennummer noch mit ausgegeben, sodass man sich in der Datei schneller zurechtfindet.

Diese zwei unscheinbaren Befehle sind bei Ubuntu von Hause aus installiert und können durchaus nützlich sein.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Paketverwaltung im Wechsel der Ubuntu Zeit

Im laufe der Zeit, hat es einige Programme zur Paketverwaltung unter Ubuntu gegeben. Das Grundformat ist das ".deb" Format von Debian.
Zur Installation kann man grundsätzlich apt-get nutzen, das ging immer und geht auch aktuell noch. Für Server ist auch durchaus ein Blick auf aptitude interessant, welches lange Zeit die bevorzuge Methode bei Debian war.

Bis Ubuntu 11.04 Synaptic
Synaptic ist ein grafisches Frontend zu Apt-get und ist in der Bedienung überwiegend für technisch orientiere Nutzer. Bis zur Ubuntu Version 11.04 wurde es automatisch mitinstalliert und bot eine solide Möglichkeit zur Paketverwaltung.
Ein Vorteil ist, dass man die Zusammenstellung als Datei abspeichern und auf einen anderen Rechner oder Zeitpunkt wieder einlesen konnte.

Ubuntu 10.04 - 16.04 Softwarecenter
Das Softwarecenter ist in Ubuntu 10.04 dazu gekommen und sollte so leicht wie ein Appstore zu bedienen sein. Es war eine Eigenentwicklung von Canonical und setzte im Hintergrund auf Apt-get auf. Es war leicht in der Bedienung und tat was es sollte, Installieren und Entfernen von Programmen. Nachteil ist das man die Zusammenstellung nicht abspeichern konnte. Die Entwicklung ist eingestellt und Ubuntu 16.04 beinhaltet es nicht mehr.

Ab Ubuntu 16.04 Ubuntu Software und Snap
Hier gibt es zwei Programme, einmal "Ubuntu Software" welches aus dem Gnome Umfeld kommt und das Software Center ersetzt. Ausserdem das grade frisch eingeführte Snap System, welches auf ein eigenes Paketformat setzt.

 software

Freitag, 3. Juni 2016

Jabber/XMPP Konsolenclient

Heute möchte ich ein kleines Programm vorstellen, das durchaus nützlich ist: Ein Jabber Client für die Konsole, der ohne grafische Oberfläche auch per SSH funktioniert und so auf einem Server laufen kann:

mcabber

Das Programm ist schnell per apt-get auf der Shell installiert:

apt-get install mcabber

Nun müssen noch drei Verzeichnisse angelegt und mit den richtigen Rechten versehen werden:

mkdir ~/.mcabber ~/.mcabber/logs ~/.mcabber/otr
chmod 0700 -R ~/.mcabber

Nachdem das Programm installiert ist, muss man noch die Datei ~./mcabber/mcabberrc anlegen und mit folgendem Inhalt füllen:

#Basisdaten
set server = gnude.no-ip.biz
set username = gnude
set password = geheimeskennwort
set lang = de
set ssl = 0
set priority = 1
set ssl_verify = 0
set ssl_ignore_checks = 1
set jid = gnude

Die Variablen sollten soweit selbsterklärend sein. Anschließend kann man das Programm mittels mcabber starten. Auf der linken Seite werden die Benutzer aus der Kontaktliste angezeigt und mit Bild hoch/runter kann man zwischen den Benutzern umschalten. Mittels "screen" kann man den Client super im Hintergrund laufen lassen.

Freitag, 27. Mai 2016

GIT Kurzreferenz

Kurze GIT Einführung
Manchmal ist es nötig, den Quellcode mittels GIT zu teilen oder zu verwalten.
Folgende Befehle sind hier die Grundlagen:

git init -> Anlegen von GIT, wird im Arbeitsverzeichnis ausgeführt
git add filename -> Fügt die Datei zum Stage hinzu.
git commit -m “Beschreibung” -> Überträgt die Änderungen vom Stage in den Head
git config –global user.email name@domain.de -> Hinterlegt die eMail Adresse
git config –global user.name Andre -> Hinterlegt den Namen
git remote add origin https://github.com/AndreNitschke/test.git -> Fügt ein Repository hinzu
git push -u origin master -> Überträgt die Änderungen in das Repository
-> Holt die Änderungen aus dem Respository

Bei GIT gibt es 4 Speicherorte:
1. Das lokale Arbeitsverzeichnis
2. Der Index bzw. der Stage
3. Der HEAD
4. Entferntes Repository

Freitag, 20. Mai 2016

Netzwerktraffic

(Dieser Artikel ist eine Kopie vom neuen Blog unter http://gnude.feste-ip.net/blog/?p=178)

Es ist immer wieder interessant unter Linux/Ubuntu mal einen Blick auf den Netzwerkverkehr zu werfen. Hier bieten sich die Programme iftop und iptraf an. Die zeigen, welche Verbindungen gerade zum Rechner bestehen und wie viele Daten darüber laufen. Während iftop eher einfach ist, gehen die Informationen bei iptraf mehr in die Tiefe.

Die Programme sind mit

apt-get install iftop iptraf

unter Ubuntu (und auch Debian) schnell aus den Paketquellen installiert und bieten eine einfache Möglichkeit, die Verbindungen auf dem Rechner oder Server im Blick zu halten.


Freitag, 13. Mai 2016

Wordpress Update

(dieser Artikel ist eine Kopie vom neuen Blog unter http://gnude.feste-ip.net/blog/?p=171)

Im vorletzten Blogbeitrag habe ich die Installation von WordPress auf Ubuntu 14.04 aus den Paketquellen beschrieben. Hier wird allerdings eine ziemlich veraltete Version aufgespielt. Zum Experimentieren ganz ok, aber für den produktiven Einsatz sollte es eine aktuelle Version sein. Hier nochmal ein Dankeschön an die Benutzer von ubuntuusers.de, sowie meiner Korrekturleserin Caro, die mir ein wenig ins Gewissen geredet haben.

Um die aktuelle Version zu installieren, habe ich zunächst die Daten der alten Version gesichert. Mit PhpMyAdmin habe ich ein Backup der MySQL Datenbank angelegt und mit dem Midnight Commander das Verzeichnis

/usr/share/wordpress

kopiert.

Im nächsten Schritt habe ich mir die aktuelle Version von WordPress als tar.gz Archiv von der Projektseite heruntergeladen und entpackt. Nun habe ich alle Dateien im Verzeichnis

/usr/share/wordpress

durch die aktuellen Dateien ersetzt. Das Verzeichnis

/var/lib/wp-content

habe ich nicht verändert. Beim nächsten Anmelden im Admin-Backend kam ein Hinweis, dass die Datenbank aktualisiert werden muss. Dem habe ich zugestimmt.

Die aktuelle Version von WordPress lief anschließend einwandfrei.

Donnerstag, 28. April 2016

Der Blog zieht um

Nun wird es langsam ernst. Nachdem ich den neuen Server im Keller eingerichtet habe, bin ich auch soweit, den Blog umziehen zu lassen.
Ich habe mich für das System Wordpress entschieden, weil es einfach als Ubuntu Paket zur Hand war. In den nächsten Tagen werde ich das Design noch weiter anpassen. Noch hat es den Charm einer Baustelle.
Die Labels müssen noch im Ubuntu Planet eingebunden werden, und auch in osbn.de.

Die neue Blogadresse lautet:

gnude.feste-ip.net/blog

Eine Umleitung von meiner Domain, werde ich bei Zeiten auch noch erstellen.

Die Installation von Wordpress möchte ich hier auch kurz beschreiben:

Zunächst habe ich Apache, Mysql, sowie PHP eingerichtet:

apt-get install apache2 libapache2-mod-php5 php5 php5-mysql mysql-server phpmyadmin

Damit hatte ich einen vollwertigen Webserver mit PHP Unterstützung und MySQL als Datenbank. Mit phpmyadmin habe ich mir die Administration erleichtert. Es ist aber nicht zwingend notwendig.

Als nächstes werden die Pakete für Wordpress eingespielt. Das geht mit Ubuntu 14.04 sehr einfach:

apt-get install wordpress

Damit Apache2 auch mit Wordpress umgehen kann, muss man die Seite in der Konfiguration noch bekannt machen. Dafür erstellt man folgende Datei:

/etc/apache2/sites-avaialable

mit folgendem Inhalt:

Alias /blog /usr/share/wordpress
        <Directory /usr/share/wordpress>
            Options FollowSymLinks
            AllowOverride Limit Options FileInfo
            DirectoryIndex index.php
            Order allow,deny
            Allow from all
        </Directory>
        <Directory /usr/share/wordpress/wp-content>
            Options FollowSymLinks
            Order allow,deny
            Allow from all
        </Directory>


Und führt die folgenden beiden Befehle aus, damit man die Seite aktiviert und den Apache neustartet:

sudo a2ensite
systemctl restart apache2.service

Nun erstellt man die Datei

/etc/wordpress/config-localhost (ggf. Dateinamen zur Domain anpassen)

mit folgendem Inhalt:

<?php
define('DB_NAME', 'wordpress');
define('DB_USER', 'wordpress');
define('DB_PASSWORD', 'kennwort');
define('DB_HOST', 'localhost');
define('WP_CONTENT_DIR', '/usr/share/wordpress/wp-content');
?>


Und anschließend eine temporäre Datei, um die Datenbank zu erzeugen:

CREATE DATABASE wordpress;
GRANT SELECT,INSERT,UPDATE,DELETE,CREATE,DROP,ALTER
ON wordpress.*
TO wordpress@localhost
IDENTIFIED BY 'kennwort';
FLUSH PRIVILEGES;


Die Datenbank wird dann mit diesem Befehl erzeugt:

cat wordpress.sql | sudo mysql --defaults-extra-file=/etc/mysql/debian.cnf

Nun ist Wordpress auf dem Server installiert und entsprechend zu erreichen.

Mit diesem Verfahren wird allerdings eine veraltete Version von Wordpress aus den Paketquellen von Ubuntu installiert. Für den produktiven Einsatz empfehle ich ein Update auf eine aktuelle Version. Im nächsten Blogbeitrag werde ich das kurz beschreiben.

Freitag, 15. April 2016

WINE Windows Programme unter Linux

Auch unter Linux ist es möglich, Windows Programme zu starten. Hierfür benötigt man das Programm
"Wine", unter Ubuntu oder Debian
schnell mit folgenden Befehl installiert:

apt-get install wine

Anschließend kann man im Terminal zum Beispiel das Programm "winecfg" (siehe rechts) aufrufen. Hier kann
man die Fenstergröße, die Windows Version oder auch andere Einstellungen vornehmen.

Wenn man die richtigen DLL Dateien
nachträglich hinzufügt, ist es auch möglich
komplexere Spiele wie "Age of Empires" oder "World of Warcraft" zu spielen.
Nur sehr hardwarenahe Programme laufen nicht.

Das, was man unter Wine als
Laufwerk "C:" sieht ist in Wirklichkeit
nur ein Verzeichnis unterhalb des
home Verzeichnis des Benutzers.
So hat jeder Linux Nutzer unter Wine sein eigenes Laufwerk C auf dem er
Programme installieren kann, wie
er mag.

Wenn das Paket "Wine" installiert ist
kann man auch gewöhnliche Windows
Programme mit einem Doppelklick
öffnen.


Viele Infos, die aktuellste Version und eine Liste der Programme die lauffähig sind, finden sich auf der WineHQ Homepage.


Donnerstag, 31. März 2016

Datenbanksystem Firebird

Firebird als Datenbank unter Ubuntu

Auch, wenn die Mehrzahl der Datenbanken auf MySQL läuft, gibt es sicher auch einen Bedarf an Firebird, gerade weil die ein oder andere Warenwirtschaft  darauf aufsetzt.
Aus Performance-Sicht ist Firebird auf Linux
sehr zu empfehlen.

Bevor es zur Installation geht, ein kurzer Überblick über die verfügbaren Versionen:

Classic Server
Der Classicserver benutzt für jede eingehende Verbindung einen eigenen Prozess. Auf Multiprozessorsystemen kann er mehrere CPU Kerne nutzen und die Last verteilen. Jede Verbindung bekommt einen eigenen Cache.
Bringt bei wenigen Verbindungen die beste Leistung. Da aber viele Prozesse laufen, wird der Speicher entsprechend belastet.

SuperServer
Der Superserver benutzt nur einen Prozess und mehrere Threads für eingehende Verbindungen. Alle Verbindungen nutzen einen Cache. Mehrere CPU's werden nicht unterstützt. Auf Multiprozessorsystemen keinen Geschwindigkeitsvorteil. Bringt bei vielen Verbindungen die beste Leistung.

SuperClassic
SuperClassic benutzt für jede Verbindung einen Thread und einen Cache, ermöglicht aber die Nutzung von mehreren CPU Kernen. Kombiniert die Vorteile von Superserver und ClassicServer, aber erst ab Firebird 2.5 verfügbar.


Installation
Die Installation habe ich mittels aptitude durchgeführt:

aptitude install firebird2.5-superclassic

Anschließend werden von Ubuntu die benötigten Pakete aufgespielt. Um die Datenbank nutzen zu können, müssen noch der Benutzer und die Gruppe "firebird" angelegt, sowie das Hauptkennwort gesetzt werden. Das erledigt man mit dpkg-reconfigure:

dpkg-reconfigure firebird2.5-superclassic

Während der Paketmanager die Datenbank einstellt, wird man auch nach dem Kennwort für den Hauptbenutzer gefragt.

Die Einstellungsdateien befinden sich unter /etc/firebird/2.5

An der firebird.conf habe ich zunächst nichts verändert. In der aliases.conf habe ich einen Datenbankalias eingerichtet, sodass man die Datenbank nicht immer mit komplettem Pfad ansprechen muss. Wenn man nicht über einen Alias geht, muss man den kompletten Pfad aus Sicht des Servers mit angeben.

# ------------------------------
# List of known database aliases
# ------------------------------
#
# Example Database:
#
employee.fdb = /usr/share/doc/firebird2.5-common-doc/examples/empbuild/employee.fdb
employee = /usr/share/doc/firebird2.5-common-doc/examples/empbuild/employee.fdb
#
# Live Databases:
#
datenbank = /daten/datenbank.fdb


Hier habe ich der Datenbank /daten/datenbank.fdb den Alias Datenbank zugewiesen. Man muss natürlich darauf achten, dass man für die Datenbankdatei und die Verzeichnisse dahin, die richtigen Zugriffsrechte für den Benutzer firebird setzt.

Um einen Benutzer anzulegen, nehmen wir den Firebird Befehl gsec:

gsec -user sysdba -pass hauptpassword -add benutzername -pw benutzerkennwort

Hiermit legen wir den Benutzer "benutzername" mit dem Kennwort "benutzerkennwort" an, der Benutzer sysdba mit dem Hauptpassword wird während der Datenbankeinrichtung mittels dpkg-reconfigure eingerichtet.

Wenn man fertig ist, kann man die Datenbank neustarten mit:

/etc/init.d/firebird2.5-superclassic restart

Donnerstag, 24. März 2016

Bildgröße ändern mit Nautilus-Image-Converter



Ein besonders nettes Tool ist der "Nautilus-Image-Converter". Das Programm ist schnell installiert mit:

apt-get install nautilus-image-converter

Und kann anschließend per Rechtsklick auf ein Bild aufgerufen werden. Hier kann man nun einfach wählen, welche Größe das Bild haben soll, in Prozent oder in absoluter Pixelzahl. Und ob die Datei überschrieben oder neu erzeugt werden soll. Das Tool funktioniert auch auf mehreren Dateien auf einmal, sodass man sehr schnell eine große Menge an Bildern in der Auflösung ändern kann.

Das Programm arbeitet bei mir unter Ubuntu 10.04 und 14.04 sehr zuverlässig und ist mir neben Gimp eine große Hilfe, wenn es um die Bildbearbeitung geht.

Donnerstag, 17. März 2016

Einfaches Monitoring mit Glances


Hier ein kleines aber sehr interessantes Monitoring Programm: Glances

Eine ausgewachsene Monitoring Lösung war mir zu komplex, und ein bisschen mehr als "htop" sollte es schon sein. Diese Lücke füllt Glances. Man kann es als Daemon laufen lassen, oder natürlich unkompliziert per screen in den Hintergrund verbannen.

Auf einem Blick sieht man die CPU Auslastung, Datendurchsatz der Netzwerkschnittstelle, Datendurchsatz der Festplatten sowie Mountpoints samt Belegung.

Die Installation ist denkbar einfach:
apt-get install glances

Anschliessend direkt starten mit:
glances

Wenn man es als Dienst laufen lassen möchte, muss man die Datei
/etc/default/glances
bearbeiten.

Donnerstag, 3. März 2016

Unter Ubuntu ein Paket aktualisieren

Gerade auf dem Server, komme ich manchmal in die Verlegenheit nur ein einzelnes Paket aktualisieren zu wollen.
Z.B., wenn es genau in diesem eine Schwachstelle gibt, ich aber nicht alle Pakete auf den neusten Stand bringen möchte.

Da im Moment die Schwachstelle in der libc-bin ein Thema ist, habe ich diese für mein Beispiel herausgesucht.

Zunächst aktualisieren wir die Paketliste, damit wir sicher sind, das richtige Paket zu benutzen, anschließend wird genau dieses eine Paket aktualisiert:

apt-get update
apt-get install --only-upgrade libc-bin

Donnerstag, 18. Februar 2016

Laufwerksverwaltung und die Smartwerte


Ein sehr interessanter Punkt unter der Laufwerksverwaltung sind die Smart Werte. Sie zeigen an, wie vom Betriebssystem die Festplatte eingeschätzt wird. In diesem Fall ist es: "Das Laufwerk ist in Ordnung". Aber das Fenster verrät noch mehr.
Wie oft das Laufwerk eingeschaltet wurde oder wie lange es am Stück schon in Betrieb ist.
Diese Werte sind ganz interessant, wenn man einen PC oder Notebook (gebraucht) kauft. Denn meistens sind ja Alter der Festplatte, bzw. Betriebsstunden identisch mit dem Alter des Rechners.
Gerade beim Kauf von Ausstellungsstücken kann das sehr hilfreich sein.
Die Festplatte zeichnet noch mehr Werte auf. Wie oft sie eingeschaltet wurde, wie oft fehlerhafte Sektoren ersetzt werden mussten. Gerade, wenn dieser Wert über 0 ist, zeichnen sich große Probleme ab. Aber auch, wie oft der Lesekopf in die Parkposition gefahren ist. Dies ist ein großes Verschleißproblem.
Vergleicht dazu auch meinen Artikel im Wiki:
http://www.nitschke-marl.de/wiki/pmwiki.php?n=PmWiki.Festplatten-Bug

Donnerstag, 11. Februar 2016

Mails im Terminal mit Alpine

Ein sehr schönes Programm auf meinem Mailserver ist "Alpine", welches mir erlaubt direkt vom Server aus eMails zu lesen und zu beantworten. Man benötigt lediglich einen SSH oder Telnet Zugriff.
(Man umgeht sogar die Zensur mancher Länder beim Mailversand über Port 25).



Alpine ist mittels apt-get schnell installiert:
apt-get install alpine

Anschließend kann man das Programm direkt aufrufen und unter dem Punkt "Setup" einstellen.

Da das Programm bei mir direkt auf dem Mailserver läuft, wird auch die Inbox des aufrufenden Benutzers gleich verwendet. (Diese wird ja per Fetchmail mit Mails gefüllt)
Unter SMTP Server habe ich die lokale IP des Servers eingetragen, sowie TLS und den Benutzername.
Der String für SMTP lautet:
192.168.178.39/tls/user=andre

Die "User Domain" musste auch entsprechend gesetzt werden. Den Rest habe ich bei den Ausgangswerten belassen.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Neue UUID für die Swap

Heute beschreibe ich mal kurz, wie man einer Swap Partition eine neue UUID gibt.
Das ist sinnvoll, wenn man eine ältere Installation aus einem Festplattenimage zurückließt. Dort ist noch eine andere UUID für die Swap Partition in der fstab hinterlegt.

swapoff -v /dev/sdaX
mkswap -U NEW_UUID /dev/sdaX
swapon -v /dev/sdaX


Mit dem ersten Befehl meldet man die Swappartition ab, anschließend wird eine neue ID für die Partition vergeben. Mit dem letzten Befehl wird die Swap Partition wieder aktiviert.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Mein neuer PC mit Ubuntu

Heute möchte ich mal einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben.
Da mein alter PC schon mächtig in die Jahre gekommen ist, noch mit Ubuntu 10.04 und Röhrenmonitor lief, wurde es Zeit für eine Neuanschaffung.Schnell fiel mein Blick auf ein Angebot von www.ixsoft.de .Für unter 500 Euro konnte ich hier einen MiniPC mit AMD 5150, 6GB RAM und 750GB Festplatte samt Monitor (22") ergattern. Damit konnte die alte Kiste samt Röhre in den Ruhestand geschickt werden.

Der neue Rechner konnte im Shop bereits mit Ubuntu 14.04 (sowie diversen anderen Linuxen) vorinstalliert werden. Das habe ich angenommen und so kam das Paket mit fertig eingerichtetem Ubuntu 14.04 zu mir.

Nachdem ich alles ausgepackt und angeschlossen hatte konnte ich den PC das erste Mal starten. Ein fertig eingerichtetes Ubuntu erwartete mich. Es war auf UEFI installiert, und das /home Verzeichnis war auf einer eigenen Partition ausgelagert. Die Aufteilung der Platte war sinnvoll. Eine DVD wurde mitgeliefert

Nun wollte ich aber mal selbst wissen, wie sich ein UEFI PC einrichten/installieren lässt. Also DVD rein und neu gestartet. Beim Druck auf F11 gelangte ich ins Bootmenü, wo ich mich für DVD-ROM (UEFI) entschied. Hier kam dann direkt der Grub2 von der DVD zum Vorschein und übernahm die Wahl zwischen "Ausprobieren" oder "Installieren".
Ich habe mich für Installieren entschieden und danach ging die Installation wie gewohnt weiter. Die Festplatte habe ich umpartitioniert, die 100MB UEFI Partition aber nicht angerührt.
Die Installation verlief Problemlos. Nach dem Neustart emfping mich ein Ubuntu, welches die gesamte Hardware erkannt hat.

Ich habe dann mit der Sysrescuecd gebootet und mittels partclone sowohl die Linux als auch die UEFI Partition gesichert und testweise zurückgelesen. Beide Partitionen haben danach tadellos funktioniert.
Secureboot habe ich nicht beachtet und deshalb keine Ergebnisse wie es klappt.

Abschließend kann ich sagen.... UEFI hin oder her. Auf diesem PC klappte alles Out-of-the-box und ich bin auf keine Probleme gestoßen.
Es war so, wie ich es mir vorgestellt habe. DVD rein. Installation starten, und
danach klappte es wie erwartet.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Softwareinstallation unter Ubuntu

Ubuntu 14.04 Softwarecenter
Die Softwareinstallation unter Ubuntu (und auch unter Debian) unterscheidet sich grundlegend von der eines Windows Rechners. Unter Ubuntu werden Paketquellen hinterlegt, auf die nun die Paketverwaltung zugreift und
die Programme installiert.
Die Installation wird dabei ausschließlich von der Paketverwaltung vorgenommen. Unter Ubuntu heißt die Paketverwaltung "apt" und basiert intern auf dem Tool "dpkg".
Für "apt" gibt es auch Benutzeroberflächen, die weitere Funktionen zur Verfügung stellen.

dpkg
dpkg ist ein sehr grundlegendes Programm zur Paketinstallation, das keinerlei Abhängigkeiten der Pakete berücksichtigt. Es eignet sich um ein einzelnes .deb Paket einzuspielen:
dpkg -i paketname.deb

apt-get
apt-get ist die Standardvariante um Pakete mit dem Terminal zu installieren. Man übergibt eine Liste von Paketen, die installiert werden sollen und das Programm löst alle Abhängigkeiten selbstständig auf:
apt-get install gimp
sorgt dafür das Gimp, sowie alle benötigten Dateien installiert werden.
Will man ein Paket entfernen, nimmt man folgenden Befehl:
apt-get remove gimp
Damit werden alle Dateien, die zu Gimp gehören, entfernt. Sollen auch die Einstellungen entfernt werden, nutzt man folgenden Befehl:
apt-get purge gimp

aptitude
aptitude war lange Zeit die Luxus Variante von apt-get und hatte eine bessere Auflösung der Abhängigkeiten sowie eine ncurses Oberfläche.
aptitude konnte sich merken, wie viele Abhängigkeiten ein Paket hatte und war die Zahl auf 0 gesunken, wurde es entfernt. Bis Debian 6 war die Installation nichts anderes wie scriptgesteuertes Aufrufen von aptitude.
Neben der ncurse Oberfläche kann man auch die Parameter von apt-get nutzen, zb. install, remove, purge

Synaptic
Synaptic ist eine grafische Verwaltung, die auf apt-get aufsetzt und einfach mit der Maus zu bedienen ist. Auch das Suchen ist einfacher. Im Hintergrund wird allerdings "nur" apt-get aufgerufen.


Softwarecenter
Das Softwarecenter ist eine Eigenentwicklung von Canonicel und nur für Ubuntu verfügbar. Es ist im Grunde auch nur ein apt-get Frontend, ist aber vom Design her moderner und an die Appstores der Smartphones angelegt. Dazu kann man die Programme auch mit einer Bewertung versehen.
Unter Ubuntu ist diese Variante die bevorzugte.

Freitag, 1. Januar 2016

Der Mitternachts Kommander

Heute möchte ich über ein sehr kleines aber wirkungsvolles Programm schreiben: Den Midnight Commander, kurz mc.  Das Programm ist schnell mittels apt-get nachinstalliert:

apt-get install mc

Und er ist eigentlich bei jeder Ubuntu Version verfügbar.

Die Bedienung erfolgt hauptsächlich
über die Tastatur. Die Tastenbelegung
kann man der unteren Menüleiste
entnehmen. Mit etwas Übung hat man
diese schnell auswendig gelernt.
Gerade, wenn man größere Mengen
Daten kopiert oder löscht
bzw. eine große Anzahl an Dateien hat,
ist er der grafischen Oberfläche
bei Weitem überlegen.



Einen weiteren Vorteil hat man beim Zugriff auf entfernte Computer. Der Midnight Commander beherrscht sowohl FTP, als auch SSH Zugriff und so kann man problemlos auf einen anderen Rechner zugreifen, auf dem der SSH-Dienst läuft. Und auch, wenn man große Projekte auf dem
Webserver laden möchte (z.b. einen Onlineshop) ist man mit dem Midnight Commander gut beraten.

Ich setzte den mc gerne im Zusammenhang mit dem Terminal-Multiplexer screen ein, sodass der mc im Hintergrund weiterläuft, auch wenn man das Shell-Fenster schließt. So kann ich mich am Server anmelden, starte erst screen und dann den mc und kopiere größere Datenmengen. Selbst, wenn ich die Verbindung trenne, läuft der mc im Hintergrund weiter.

Freitag, 25. Dezember 2015

SysrescueCD auf USB Stick übertragen

Als täglicher Begleiter hat sich die SysrescueCD bei mir herausgestellt. Als CD oder USB Stick hat sie mir schon oft gute Dienste geleistet und vor allem das Programm "partclone" ist mein Favorit um Laufwerke zu sichern und wiederherzustellen.

Die Projekthomepage zum Download findet ihr hier: http://www.sysresccd.org/SystemRescueCd_Homepage

Als ich vor einigen Tagen das aktuelle Ubuntu auf dem USB Stick zum Experimentieren übertragen habe, wollte ich später die Rettungs-CD wieder daraufspielen.
Ich habe mir die ISO herunter geladen und dann mittels "dd" übertragen.

Aber der USB Stick bootete nicht.

Die Lösung des Problems ist so simple
wie logisch. Auf der CD ist ein kleines
Programm, "usb_inst.sh" heißt es.
Es überträgt die CD auf den USB Stick
und macht ihn bootfähig.

Wie auf dem Bild zu sehen, wählt man
den USB Stick aus und das Programm
überträgt alle Daten automatisch.