Donnerstag, 23. Juni 2016

Paketverwaltung im Wechsel der Ubuntu Zeit

Im laufe der Zeit, hat es einige Programme zur Paketverwaltung unter Ubuntu gegeben. Das Grundformat ist das ".deb" Format von Debian.
Zur Installation kann man grundsätzlich apt-get nutzen, das ging immer und geht auch aktuell noch. Für Server ist auch durchaus ein Blick auf aptitude interessant, welches lange Zeit die bevorzuge Methode bei Debian war.

Bis Ubuntu 11.04 Synaptic
Synaptic ist ein grafisches Frontend zu Apt-get und ist in der Bedienung überwiegend für technisch orientiere Nutzer. Bis zur Ubuntu Version 11.04 wurde es automatisch mitinstalliert und bot eine solide Möglichkeit zur Paketverwaltung.
Ein Vorteil ist, dass man die Zusammenstellung als Datei abspeichern und auf einen anderen Rechner oder Zeitpunkt wieder einlesen konnte.

Ubuntu 10.04 - 16.04 Softwarecenter
Das Softwarecenter ist in Ubuntu 10.04 dazu gekommen und sollte so leicht wie ein Appstore zu bedienen sein. Es war eine Eigenentwicklung von Canonical und setzte im Hintergrund auf Apt-get auf. Es war leicht in der Bedienung und tat was es sollte, Installieren und Entfernen von Programmen. Nachteil ist das man die Zusammenstellung nicht abspeichern konnte. Die Entwicklung ist eingestellt und Ubuntu 16.04 beinhaltet es nicht mehr.

Ab Ubuntu 16.04 Ubuntu Software und Snap
Hier gibt es zwei Programme, einmal "Ubuntu Software" welches aus dem Gnome Umfeld kommt und das Software Center ersetzt. Ausserdem das grade frisch eingeführte Snap System, welches auf ein eigenes Paketformat setzt.

 software

Freitag, 17. Juni 2016

Eindrücke von Ubuntu 16.04

Nachdem ich nun einige Tage mit Ubuntu 16.04, sowohl beruflich als auch privat arbeite, haben sich einige Eindrücke ergeben, die ich hier kurz beschreiben möchte.
Die Installation verläuft sehr unspektakulär. Ich habe es, sowohl mit 64Bit auf UEFI als auch 32 Bit, auf normalem System installiert und jedesmal klappte es ohne Probleme. Im Vergleich zu 14.04 hat sich die Installation kaum verändert, was aber kein Nachteil ist, da sie genau das tut was sie soll. Einzig das Aktivieren des WLAN bedeutete etwas Fummelei und ich musste einige Male das Kennwort eingeben und das WLAN an- und abschalten bis es klappte. Dieses Verhalten war nach dem ersten Neustart auch zu beobachten.
Nachdem das System gestartet ist, gibt es einige Neuerungen zu bewundern. Empathy ist nicht mehr installiert und muss per Hand nachgezogen werden. Dass Gimp fehlt, ist ja seit 10.04 schon normal und Libreoffice liegt in Version 5 vor, welches optisch sehr ansprechend ist.
Das Ubuntu habe ich auf einem Toshiba C-50-D Notebook installiert. Und sowohl die Helligkeitssteuerung, als auch der Hibernate-Modus klappten out of the box. Workarounds auf der Shell sowie Kernelparameter, wie ich sie bei 14.04 brauchte, sind überflüssig. Und .... ein absolutes Highlight:

Der Notebook-HDD BUG ist endlich beseitigt.

Das heißt, dass nun die Platte nicht mehr immer in den Parkmodus geht um sofort wieder aufgeweckt zu werden. Ich war sehr erfreut.

Ein Blick auf das Snap System lässt Großes erahnen. Mir ist bewusst, dass es noch in einer frühen Phase ist und mehr eine Preview, statt ein fertiges Paketsystem. Aber es sieht sehr interessant aus und das war mit einer der Gründe, warum ich das 16.04 so schnell installiert habe.  Ich hoffe es folgt nicht dem Upstart System.

Der Druckertreiber hat mich auch überrascht. Ich habe den Officejet 2620 per USB angeschlossen und er funktionierte sofort. Ein Druckertreiber brauchte nicht mehr installiert werden.

Dazu kommen noch manche kleine Verbesserungen, der Bildbetrachter ist etwas moderner in der Bedienung, gedit ebenfalls. Die Dialoge sind minimal verändert und die Dash Suche (Amazon und Co.) ist deaktiviert.

Das große AHA Erlebnis blieb aus, alles funktioniert wie erwartet. Und doch merkt man kleine Details, die einem angenehm auffallen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Ubuntu 16.04 und Snap

Mit Ubuntu 16.04 hält eine neue Technik auf dem Desktop Einzug: Programme im Snap Format. Daher werden damit Anwendungen nicht wie unter Debian oder frühere Ubuntu-Versionen mit apt-get (oder Softwarecenter) eingerichtet, sondern mittels snap.

Der Vorteil ist, dass die Programme alle Abhängigkeiten selbst mitbringen und streng getrennt in Verzeichnissen unterhalb von /snap/ installiert werden. Daher wird das Grundsystem gar nicht mehr angefasst.

Man kann so bedenkenlos (und noch leichter als bei .deb) Programme installieren, probieren und rückstandsfrei entfernen. Dazu kann man von einem Programm verschiedene Versionen installiert haben.

Ich denke, dass dieses ein wirklich guter Ansatz ist, den Ubuntu damit verfolgt und mittelfristig sicherlich Erfolg haben wird. Ich würde jetzt bereits dem Snap Format dem Vorzug vor dem alten .deb geben.

Die wichtigsten Snap Befehle in der Übersicht:

snap find  -> Zeigt die verfügbaren Anwendungen an
snap install name  -> Installiert die Anwendung "name"
snap remove name -> Entfernt die Anwendung "name"
snap list  ->Zeigt die Installierten Anwendungen an

Freitag, 3. Juni 2016

Jabber/XMPP Konsolenclient

Heute möchte ich ein kleines Programm vorstellen, das durchaus nützlich ist: Ein Jabber Client für die Konsole, der ohne grafische Oberfläche auch per SSH funktioniert und so auf einem Server laufen kann:

mcabber

Das Programm ist schnell per apt-get auf der Shell installiert:

apt-get install mcabber

Nun müssen noch drei Verzeichnisse angelegt und mit den richtigen Rechten versehen werden:

mkdir ~/.mcabber ~/.mcabber/logs ~/.mcabber/otr
chmod 0700 -R ~/.mcabber

Nachdem das Programm installiert ist, muss man noch die Datei ~./mcabber/mcabberrc anlegen und mit folgendem Inhalt füllen:

#Basisdaten
set server = gnude.no-ip.biz
set username = gnude
set password = geheimeskennwort
set lang = de
set ssl = 0
set priority = 1
set ssl_verify = 0
set ssl_ignore_checks = 1
set jid = gnude

Die Variablen sollten soweit selbsterklärend sein. Anschließend kann man das Programm mittels mcabber starten. Auf der linken Seite werden die Benutzer aus der Kontaktliste angezeigt und mit Bild hoch/runter kann man zwischen den Benutzern umschalten. Mittels "screen" kann man den Client super im Hintergrund laufen lassen.