Donnerstag, 18. Februar 2016

Laufwerksverwaltung und die Smartwerte


Ein sehr interessanter Punkt unter der Laufwerksverwaltung sind die Smart Werte. Sie zeigen an, wie vom Betriebssystem die Festplatte eingeschätzt wird. In diesem Fall ist es: "Das Laufwerk ist in Ordnung". Aber das Fenster verrät noch mehr.
Wie oft das Laufwerk eingeschaltet wurde oder wie lange es am Stück schon in Betrieb ist.
Diese Werte sind ganz interessant, wenn man einen PC oder Notebook (gebraucht) kauft. Denn meistens sind ja Alter der Festplatte, bzw. Betriebsstunden identisch mit dem Alter des Rechners.
Gerade beim Kauf von Ausstellungsstücken kann das sehr hilfreich sein.
Die Festplatte zeichnet noch mehr Werte auf. Wie oft sie eingeschaltet wurde, wie oft fehlerhafte Sektoren ersetzt werden mussten. Gerade, wenn dieser Wert über 0 ist, zeichnen sich große Probleme ab. Aber auch, wie oft der Lesekopf in die Parkposition gefahren ist. Dies ist ein großes Verschleißproblem.
Vergleicht dazu auch meinen Artikel im Wiki:
http://www.nitschke-marl.de/wiki/pmwiki.php?n=PmWiki.Festplatten-Bug

Kommentare:

  1. Übrigens sollte man immer auf die nackten Werte achten, nicht auf die Einschätzung. Erfordert natürlich etwas Wissen über die Bedeutung, aber dafür gibt's ja Suchmaschinen.

    Ich habe eine sterbende Platte die SMART Werte hat das mir die Nägel aus den Zehen springen, aber laut Einschätzung "Das Laufwerk ist in Ordnung".

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  2. Aufschlussreicher sind die RAW-Werte. Diese kann man sich mit z.B. "smartctl -a /dev/sda" anzeigen lassen. Die Bedeutung der einzelnen Werte erfährt man recht aufschlussreich in der Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Self-Monitoring,_Analysis_and_Reporting_Technology Sind die smartmontools installiert und konfiguriert, erhält man eine E-Mail, sobald eine Platte pre-fail ist.

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  3. Hi.

    SMART hat mit dem Betriebssystem nix zu tun. Es ist eine Einschätzung des Laufwerkes selbst, mit vom Hersteller definierten Werten und Grenzwerten.

    Die RAW-Werte sind nicht sehr aussagekräftig, da sie nicht zwangsläufig in Sekunden oder Sektoren angegeben werden, nicht bei Null beginnen müssen und auch fallen statt steigen können. Das ist vom Hersteller abhängig. Das auf eine 3 eine 4 oder 2 folgt ist ebenfalls nicht gegeben. Die Schrittweite muss nicht mal konstant sein.

    Bei vielen Herstellern sind jedoch RAW-Werte wie Temperatur und defekte Sektoren 1:1 in °C und Sektorenanzahl übersetzbar.

    Viel wichtiger finde ich jedoch, regelmäßig einen langen Selbsttest zu machen, denn nur so werden die offline-Werte aktualisiert. Und man hat die Werte grob im Blick, die sich über die Zeit verändern, was vorteilhaft ist um ungewöhnliche Wertänderungen zu erkennen. SMART verhält sich bei jedem Festplattentyp anders und allgemeine Aussagen sind immer schwer zu treffen.

    SMART ist auch nix worauf man sich zu 100% verlassen sollte. Ein Laufwerk mit perfekten SMART-Werten könnte schon Morgen keinen Laut mehr von sich geben. Daher machen Menschen denen ihre Daten wichtig sind Backups.

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