Donnerstag, 26. November 2015

Einzelne Seiten mit Kennwort schützen

Um auf einem Ubuntu Webserver einzelne Dokumente mit einem Zugriffsschutz zu versehen, kann man einfach auf die .htaccess Datei zurückgreifen. Man legt die Datei einfach in das Verzeichnis mit den zu schützenden Dokumenten ab und versieht sie mit folgenden Einträgen:

AuthType Basic
AuthUserFile /var/www/html/testseite/.htpasswd
AuthName "websvn"
order deny,allow
allow from all
require valid-user

<FilesMatch "geheim.php">
  AuthType Basic
  AuthName "Admin Kennwort"
  AuthUserFile /var/www/html/testseite/.htpasswd
  require user admin

</FilesMatch>

Diese .htaccess Datei besteht aus zwei Bereichen. Der Obere sorgt dafür, dass auf alle Dateien des Verzeichnisses nur zugegriffen werden kann, wenn sich ein gültiger Benutzer angemeldet hat. Egal, welcher Benutzer aus der Benutzerdatenbank. Der zweite Abschnitt legt für die Datei "geheim.php" fest, dass sich der Benutzer "admin" korrekt angemeldet haben muss.

Die Datei .htpasswd muss sich an der angegebenen Stelle befinden. Sie enthält den Benutzernamen und einen MD5 Hash des Kennwortes, getrennt durch einen Doppelpunkt.
Beispiel für den Benutzernamen "test" und Kennwort "test":

test:$1$e^QSqeIP$v93Sl31HYctfyz6qbVdF21

Einen md5 Kennwortgenerator findet man z.B. auf dieser Webseite:
http://www.htpasswdgenerator.de/


Donnerstag, 19. November 2015

Ubuntu 10.04 DVD als Paketquelle

Wenn man Ubuntu 10.04 von DVD installiert, versucht es beim nachträglichen Installieren von Paketen diese aus dem Internet und nicht von der DVD zu laden.
Grund ist ein kleiner Fehler in der Paketverwaltung. Ein Hinzufügen der DVD scheitert weil apt den Mountpoint nicht findet.
apt-cdrom add erzeugt nur eine Fehlermeldung.

Ich habe ein kleines Workaround gefunden, um die DVD trotzdem nutzen zu können:

sudo apt-cdrom add
sudo apt-get update
sudo ln -s /media/apt/* /cdrom/
sudo apt-get update
sudo apt-get install PAKET

Wenn alle Pakete installiert sind, sollte man das mit folgendem Befehl rückgängig machen:

sudo rmdir /media/apt

Ich hoffe, dass der Tipp noch dem Einen oder Anderen 10.04 Nutzer hilft.

Sonntag, 15. November 2015

Blogger-Treff



Heute möchte ich euch den Blogger-Treff vorstellen, auf dem ich auch selbst aktiv bin. Als Nutzer diverser Linux und Ubuntu Foren freu ich mich nun auch ein schönes für Blogger gefunden zu haben.



www.blogger-treff.de

Donnerstag, 12. November 2015

Grundlegende Netzwerkeinrichtung

Beim Zugriff per SSH oder wenn man direkt am Server arbeitet und man keine grafische Oberfläche hat, ist es manchmal nötig, die Netzwerkeinstellungen direkt in den Einstellungsdateien zu bearbeiten.

Die wichtigste Datei für die Netzwerkeinstellungen heißt
/etc/network/interfaces

Hier ist hinterlegt, welche Netzwerkschnittstelle wie konfiguriert ist, z.B. IP Adresse oder DHCP.

Dieses ist eine interfaces Datei für eine statische IP:

    auto lo
    iface lo inet loopback
    auto p1p1
    iface p1p1 inet static
            address 192.168.178.1
            netmask 255.255.255.0
            network 192.168.178.0
            broadcast 192.168.178.255
            gateway 192.168.178.39

            dns-nameservers 192.168.178.39
            dns-search nitschke-marl.de

Und so sieht eine interfaces Datei für eine DHCP aus:

      auto eth0  
      iface eth0 inet dhcp

Zum Aktivieren der Schnittstelle muss noch folgendes aufgerufen werden:

    /etc/init.d/networking restart 

In diesem Beispiel steht vor dem eth0 (also der ersten Ethernet Schnittstelle) das Wort "auto", was bedeutet, dass diese Netzwerkschnittstelle automatisch beim Start mit aktiviert wird. Wenn man mehrere Netzwerkkarten hat, oder diese nicht sofort aktivieren möchte, kann man das "auto" weglassen.
Nun muss man die Schnittstelle per Hand über if-up starten:

    if-up eth0

Das Gegenstück zum Beenden heißt entsprechend:

    if-down eth0

Weitere Tipps zum Thema Netzwerk auf meinem Wiki unter:
www.nitschke-marl.de/wiki/pmwiki.php



Donnerstag, 5. November 2015

Einen Dank an die fleißige Helferin

http://carotellstheworld.blogspot.de/

Heute möchte ich mal ein großes Dankeschön an meine fleißige Korrekturleserin und auch gestalterische Kraft loswerden.
Mit viel Fleiß und unendlich viel Geduld korrigiert sie die doch zahlreichen Fehler, die sich immer wieder in den Blog eingeschlichen haben (und wenn sie mal nicht zur Korrektur gekommen ist, hat man es sofort gemerkt).

Aufmerksamen Lesern werden auch optische Verbesserungen aufgefallen sein, die mir Caro immer wieder in den Blog eingebaut hat.

Auf diesem Wege sage ich: Vielen Dank Caro !

Ihren Blog findet man hier: carotellstheworld.blogspot.de

Der Sinn von alten Versionen



Heute werde ich mal über den Sinn von alten Ubuntu Versionen schreiben.
Ich bin mir sicher, dass hier gleich die ersten Kommentare kommen, wie unsicher alles ist und man möge doch die neueste Version nutzen. Alles andere ist verantwortungslos etc.

Und doch... ich setze noch 10.04 auf drei Rechnern ein. Und bin zufrieden. Dass neue Versionen Vorteile in der Funktionalität und der Sicherheit haben, ist mir klar. Aber auch für alte Versionen gibt es eine Daseinsberechtigung. Vielleicht läuft das Windows Spiel nur unter einer alten Wine Version?
Oder der Rechner hat nur Onboard Grafik, die mit 12.04 und höher nicht mehr erkannt wird, so wie es mir geht. Da sind gutgemeinte Tipps wie xubuntu auch nichts Wert.
Und wegwerfen will man funktionierende Hardware auch nicht sofort und immer.

Ich mache auch einen Unterschied zwischen Desktop und Server. Bei einem Server muss man sich Gedanken machen, obwohl in Einzelfällen und Spezialsituationen auch hier eine alte Version durchaus laufen kann.
Beim Desktop sehe ich das entspannter. Von Haus aus sind keine Dienste offen. Einen aktuellen Firefox kann man sich installieren. Und als Surfstation oder Arbeitsrechner wird das Gerät nicht gleich von Viren und Rootkits überschwemmt.

Insgesamt finde ich die Meinung im Ubuntu Umfeld etwas bedenklich, wenn man z.B. Hilfe zu einer alten Version benötigt... wird man nur belehrt, man möge doch auf ein aktuelles Ubuntu wechseln.
Andere Distributionen sind da viel flexibler (Hallo Debian) und supporten auch mal ein altes System. Ein dezentes "Hey, das System ist alt und hat Risiken" und dann "Aber ich helfe trotzdem gerne" ist eigentlich die beste Lösung anstatt "für EOL Versionen gibt es keine Hilfe mehr".
Hier hat sich doch tatsächlich ein bisschen Windows Mentalität eingeschlichen nach dem Motto: "Jedes Update muss sofort mitgemacht werden".


Ich kann mit Lucid Lynx auch heute noch gut arbeiten und auf meiner älteren Hardware macht es eine gute Figur.

Zusammen mit einem aktuellen Firefox kann ich damit sehr zügig und mit Gnome2 auch komfortabel arbeiten.

Für aktuelle Hardware ist ein frisches Ubuntu sinnvoll. Und UEFI braucht es auch. Aber der alte Bastelrechner aus dem Keller wird auch mit einem 10.04 noch froh.

Da ich weiß, dass nicht jeder das so sieht, erkläre ich die Diskussion für eröffnet!