Donnerstag, 14. Juli 2016

Der Blog ist umgezogen

Nun ist es soweit.... ich werde den Blog hier nicht mehr weiterführen.
In Zukunft findet ihr meine Ubuntu Tipps unter:

http://gnude.feste-ip.net/blog

Dieser Blog läuft auf eigener Hardware im Keller und ist unabhängig von irgendeinen Anbieter.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Warum Ubuntu

Heute möchte ich mal für Windows Umsteiger die Vorteile von Ubuntu aufzeigen...  Sicher gibt es noch den ein oder anderen Interessierten, der gerne mal wissen möchte, was ihn erwartet.

Das Grundsystem
Das Grundsystem von Ubuntu ist wesentlich flexibler als das von Windows.
Man hat die Wahl zwischen 32 und 64 Bit, kann einen individuellen Betriebssystemkern installieren und das Dateisystem frei wählen.
Das hört sich jetzt erstmal kompliziert an. Aber die Arbeit wird von der Distribution während der Installation gemacht.
Man hat aber jederzeit die Möglichkeit hier einzugreifen oder das System nach eigenen Wünschen anzupassen. Im Gegensatz zu Windows, versteckt Ubuntu nichts vor einem.
 Alle (Einstellungs-) Daten liegen als Textdatei für jeden einsehbar vor.

Die Oberfläche
Im Gegensatz zu Windows kann man bei Ubuntu die Oberfläche aussuchen.
Der Standarddesktop ist Unity und auf einfache Bedienung ausgelegt.
Aber man kann ohne Probleme andere, wie KDE oder XFC, installieren und bei der Anmeldung sich aussuchen, womit man arbeiten möchte.
 Jeder Desktop hat Vor- und Nachteile und für jeden ist etwas passendes dabei.

Software
Im Gegensatz zu Windows wird bei Ubuntu die Software über eine zentrale Paketverwaltung ähnlich dem Playstore von Google installiert.
Hier befinden sich tausende von Programmen für jeden erdenklichen Zweck. Wenn es aber doch mal die Windows Software sein muss, gibt es eine Windows Emulation namens Wine.
Hier laufen viele Programme und Spiele auch unter Ubuntu.

Der Preis
Im Gegensatz zu Windows kostet Ubuntu nichts. Weder das System, noch die Programme müssen bezahlt werden.
Jeder kann die Software installieren, weitergeben und kopieren ohne Beschränkungen. Unter http://www.ubuntu.com/desktop kann man ein CD-Image herunterladen.

Treiber und Hardwaresupport
Um es vorweg zu nehmen: Seit Ubuntu 14.04 gibt es normalerweise mit UEFI keine Probleme mehr.
Ansonsten kann man auch eine LiveCD oder USB Stick mit ins Geschäft nehmen und es ausprobieren. Alle Treiber sind in der Regel bereits auf der CD enthalten und man braucht nichts nach zu installieren.
Aktuelle und ältere Hardware läuft meist "Out of the Box" und falls nicht, gibt es sehr hilfreiche Seiten im Internet, wie z.b. www.ubuntuusers.de.

Freitag, 1. Juli 2016

Schnelles suchen in der Shell

Manchmal muss man nur schnell eine Datei finden, oder Textdateien nach Inhalt durchsuchen. Gerade im Bereich Programmieren benötigt man oft die Suche in Dateien nach Textabschnitten.

Unter Ubuntu (und Linux) gibt es hier die beiden Programme "find" und "grep". Während "find" sich auf die  Suche nach Dateinamen macht und alle Unterverzeichnisse mit durchsucht, ist "grep" für den Inhalt von Dateien zuständig. Mittels "grep" kann man alle Textdateien einer Verzeichnisstruktur nach dem Vorkommen eines Wortes durchsuchen lassen.

Beispiel um einen Dateinamen zu suchen:

find -name suchmich.txt

Durchsucht alles ab dem aktuellen Ordner nach der Datei "suchmich.txt". Die Fundstellen werden mit Pfad aufgelistet.

Wenn wir ein Textfragment in Dateien suchen wollen. benutzen wir grep. Diesem übergeben wir den Suchbegriff.

grep -R "suchtest"

Mit diesem Befehl werden alle Dateien im Unterverzeichnis nach dem Vorkommen des Suchbegriffes durchsucht. Wenn man das Parameter "-n" noch benutzt bekommt man die Zeilennummer noch mit ausgegeben, sodass man sich in der Datei schneller zurechtfindet.

Diese zwei unscheinbaren Befehle sind bei Ubuntu von Hause aus installiert und können durchaus nützlich sein.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Paketverwaltung im Wechsel der Ubuntu Zeit

Im laufe der Zeit, hat es einige Programme zur Paketverwaltung unter Ubuntu gegeben. Das Grundformat ist das ".deb" Format von Debian.
Zur Installation kann man grundsätzlich apt-get nutzen, das ging immer und geht auch aktuell noch. Für Server ist auch durchaus ein Blick auf aptitude interessant, welches lange Zeit die bevorzuge Methode bei Debian war.

Bis Ubuntu 11.04 Synaptic
Synaptic ist ein grafisches Frontend zu Apt-get und ist in der Bedienung überwiegend für technisch orientiere Nutzer. Bis zur Ubuntu Version 11.04 wurde es automatisch mitinstalliert und bot eine solide Möglichkeit zur Paketverwaltung.
Ein Vorteil ist, dass man die Zusammenstellung als Datei abspeichern und auf einen anderen Rechner oder Zeitpunkt wieder einlesen konnte.

Ubuntu 10.04 - 16.04 Softwarecenter
Das Softwarecenter ist in Ubuntu 10.04 dazu gekommen und sollte so leicht wie ein Appstore zu bedienen sein. Es war eine Eigenentwicklung von Canonical und setzte im Hintergrund auf Apt-get auf. Es war leicht in der Bedienung und tat was es sollte, Installieren und Entfernen von Programmen. Nachteil ist das man die Zusammenstellung nicht abspeichern konnte. Die Entwicklung ist eingestellt und Ubuntu 16.04 beinhaltet es nicht mehr.

Ab Ubuntu 16.04 Ubuntu Software und Snap
Hier gibt es zwei Programme, einmal "Ubuntu Software" welches aus dem Gnome Umfeld kommt und das Software Center ersetzt. Ausserdem das grade frisch eingeführte Snap System, welches auf ein eigenes Paketformat setzt.

 software

Freitag, 17. Juni 2016

Eindrücke von Ubuntu 16.04

Nachdem ich nun einige Tage mit Ubuntu 16.04, sowohl beruflich als auch privat arbeite, haben sich einige Eindrücke ergeben, die ich hier kurz beschreiben möchte.
Die Installation verläuft sehr unspektakulär. Ich habe es, sowohl mit 64Bit auf UEFI als auch 32 Bit, auf normalem System installiert und jedesmal klappte es ohne Probleme. Im Vergleich zu 14.04 hat sich die Installation kaum verändert, was aber kein Nachteil ist, da sie genau das tut was sie soll. Einzig das Aktivieren des WLAN bedeutete etwas Fummelei und ich musste einige Male das Kennwort eingeben und das WLAN an- und abschalten bis es klappte. Dieses Verhalten war nach dem ersten Neustart auch zu beobachten.
Nachdem das System gestartet ist, gibt es einige Neuerungen zu bewundern. Empathy ist nicht mehr installiert und muss per Hand nachgezogen werden. Dass Gimp fehlt, ist ja seit 10.04 schon normal und Libreoffice liegt in Version 5 vor, welches optisch sehr ansprechend ist.
Das Ubuntu habe ich auf einem Toshiba C-50-D Notebook installiert. Und sowohl die Helligkeitssteuerung, als auch der Hibernate-Modus klappten out of the box. Workarounds auf der Shell sowie Kernelparameter, wie ich sie bei 14.04 brauchte, sind überflüssig. Und .... ein absolutes Highlight:

Der Notebook-HDD BUG ist endlich beseitigt.

Das heißt, dass nun die Platte nicht mehr immer in den Parkmodus geht um sofort wieder aufgeweckt zu werden. Ich war sehr erfreut.

Ein Blick auf das Snap System lässt Großes erahnen. Mir ist bewusst, dass es noch in einer frühen Phase ist und mehr eine Preview, statt ein fertiges Paketsystem. Aber es sieht sehr interessant aus und das war mit einer der Gründe, warum ich das 16.04 so schnell installiert habe.  Ich hoffe es folgt nicht dem Upstart System.

Der Druckertreiber hat mich auch überrascht. Ich habe den Officejet 2620 per USB angeschlossen und er funktionierte sofort. Ein Druckertreiber brauchte nicht mehr installiert werden.

Dazu kommen noch manche kleine Verbesserungen, der Bildbetrachter ist etwas moderner in der Bedienung, gedit ebenfalls. Die Dialoge sind minimal verändert und die Dash Suche (Amazon und Co.) ist deaktiviert.

Das große AHA Erlebnis blieb aus, alles funktioniert wie erwartet. Und doch merkt man kleine Details, die einem angenehm auffallen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Ubuntu 16.04 und Snap

Mit Ubuntu 16.04 hält eine neue Technik auf dem Desktop Einzug: Programme im Snap Format. Daher werden damit Anwendungen nicht wie unter Debian oder frühere Ubuntu-Versionen mit apt-get (oder Softwarecenter) eingerichtet, sondern mittels snap.

Der Vorteil ist, dass die Programme alle Abhängigkeiten selbst mitbringen und streng getrennt in Verzeichnissen unterhalb von /snap/ installiert werden. Daher wird das Grundsystem gar nicht mehr angefasst.

Man kann so bedenkenlos (und noch leichter als bei .deb) Programme installieren, probieren und rückstandsfrei entfernen. Dazu kann man von einem Programm verschiedene Versionen installiert haben.

Ich denke, dass dieses ein wirklich guter Ansatz ist, den Ubuntu damit verfolgt und mittelfristig sicherlich Erfolg haben wird. Ich würde jetzt bereits dem Snap Format dem Vorzug vor dem alten .deb geben.

Die wichtigsten Snap Befehle in der Übersicht:

snap find  -> Zeigt die verfügbaren Anwendungen an
snap install name  -> Installiert die Anwendung "name"
snap remove name -> Entfernt die Anwendung "name"
snap list  ->Zeigt die Installierten Anwendungen an

Freitag, 3. Juni 2016

Jabber/XMPP Konsolenclient

Heute möchte ich ein kleines Programm vorstellen, das durchaus nützlich ist: Ein Jabber Client für die Konsole, der ohne grafische Oberfläche auch per SSH funktioniert und so auf einem Server laufen kann:

mcabber

Das Programm ist schnell per apt-get auf der Shell installiert:

apt-get install mcabber

Nun müssen noch drei Verzeichnisse angelegt und mit den richtigen Rechten versehen werden:

mkdir ~/.mcabber ~/.mcabber/logs ~/.mcabber/otr
chmod 0700 -R ~/.mcabber

Nachdem das Programm installiert ist, muss man noch die Datei ~./mcabber/mcabberrc anlegen und mit folgendem Inhalt füllen:

#Basisdaten
set server = gnude.no-ip.biz
set username = gnude
set password = geheimeskennwort
set lang = de
set ssl = 0
set priority = 1
set ssl_verify = 0
set ssl_ignore_checks = 1
set jid = gnude

Die Variablen sollten soweit selbsterklärend sein. Anschließend kann man das Programm mittels mcabber starten. Auf der linken Seite werden die Benutzer aus der Kontaktliste angezeigt und mit Bild hoch/runter kann man zwischen den Benutzern umschalten. Mittels "screen" kann man den Client super im Hintergrund laufen lassen.